Vollständige Sicherheitslösungen: RC-Klasse allein genügt nicht
Warum geprüfte Systeme, detaillierte Anschlüsse und klare Schnittstellen die tatsächliche Schutzwirkung bestimmen.
Vollständige Sicherheitslösungen
Warum viele Partner in der Planung überzeugen, in der Umsetzung jedoch scheitern – und weshalb die RvE Fenster + Türen Manufaktur der richtige Begleiter für ganzheitlich durchdachte Sicherheitskonzepte ist.
Sehr geehrte Planerinnen und Planer,
Sicherheitsanforderungen werden in der Planung häufig klar definiert. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch immer wieder, dass genau an dieser Schnittstelle entscheidende Lücken entstehen können. Zwischen Ausschreibung, Detailplanung und Ausführung entscheidet sich, ob ein Sicherheitskonzept tatsächlich seine volle Wirkung entfaltet.
In dieser Ausgabe unseres Newsletters beleuchten wir
- warum die reine Definition einer Widerstandsklasse nicht ausreicht
- welche Rolle die konsequente Systemplanung in der Praxis spielt.
- wie Rahmen, Beschläge und Verglasung als Gesamtsystem zusammenwirken müssen, um die geforderte Sicherheit auch real zu gewährleisten.
Ergänzend möchten wir Sie einladen, sich einen Moment Zeit zu nehmen und uns zurückzumelden, wie zufrieden Sie mit der inhaltlichen Gestaltung unseres Newsletter sind oder ob Sie konkrete Themen-Wünsche haben, die Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag von Nutzen sein könnten.
Ihr Team der RvE Fenster + Türen Manufaktur
Diskrepanz zwischen Sicherheits-Anforderung
und Ausführung
Die Festlegung von RC2 in der Ausschreibung wird häufig als ausreichender Nachweis für einbruchhemmende Maßnahmen verstanden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass genau an dieser Stelle häufig sicherheitsrelevante Lücken entstehen.
Planungsseitig sind die Rahmenbedingungen zunächst eindeutig: Die Widerstandsklasse ist definiert, geprüfte Elemente sind vorgesehen, die Unterlagen erscheinen vollständig und normkonform.
Mit zunehmender Konkretisierung im Projektverlauf verschiebt sich jedoch der Fokus. Reale Einbausituationen weichen vom Ideal ab, Befestigungen werden nicht im Detail geplant, sondern situativ entschieden, Anschlussausbildungen bleiben unzureichend definiert und Schnittstellen zwischen den Gewerken sind nicht eindeutig geklärt.
Auf der Baustelle führt dies dazu, dass zwar formal alle Anforderungen erfüllt scheinen, das tatsächlich eingebaute System jedoch nicht mehr der ursprünglich geprüften Konfiguration entspricht. Die Schutzwirkung kann dadurch erheblich beeinträchtigt werden - oft ohne dass dies unmittelbar erkennbar ist.
Die sicherheitstechnische Schwachstelle liegt somit weniger in der Auswahl der Widerstandsklasse selbst, sondern vielmehr in der unzureichenden Durchplanung ihrer Umsetzung. Die Anforderungen der DIN EN 1627 beziehen sich stets auf ein geprüftes Gesamtsystem. Dieses umfasst neben dem Element auch die fachgerechte Befestigung, die tragfähige Einbausituation sowie die korrekte Ausbildung aller Anschlussdetails.
Vor diesem Hintergrund ist nicht allein entscheidend, welche Widerstandsklasse ausgeschrieben wird, sondern ob diese auch konstruktiv, detailliert und gewerkeübergreifend geplant ist. Erst durch eine durchgängige Systembetrachtung lässt sich sicherstellen, dass die definierte Anforderung auch in der Ausführung ihre volle Wirksamkeit entfaltet.
Rahmen, Beschläge und Verglasung
Alles zur Systemwirkung
einbruchhemmender Bauelemente
In der Planung einbruchhemmender Fenster- und Türsysteme wird häufig einzelnen Komponenten besondere Aufmerksamkeit gewidmet – etwa der Verglasung oder dem Beschlag. Tatsächlich entsteht die sicherheitstechnische Leistungsfähigkeit jedoch nicht durch ein einzelnes Bauteil, sondern ausschließlich im Zusammenspiel aller Systembestandteile.
Der Rahmen übernimmt dabei eine tragende Funktion. Er definiert nicht nur die statische Grundlage, sondern ist maßgeblich für die Aufnahme und Weiterleitung von Kräften verantwortlich, die im Angriffsfall entstehen. Profilgeometrie, Materialwahl und Wandstärken beeinflussen direkt, wie stabil ein Element auf mechanische Einwirkungen reagiert.
Die Beschlagtechnik bildet das funktionale Rückgrat des Systems. Verriegelungspunkte, Beschläge, Schließteile und deren Anordnung bestimmen, wie effektiv ein Element gegen Aufhebelversuche gesichert ist. Entscheidend ist hierbei nicht nur die Anzahl der Verriegelungspunkte, sondern auch deren Positionierung sowie die Verbindung zum Rahmen und zur tragenden Struktur.
Die Verglasung wiederum stellt häufig die größte zusammenhängende Fläche dar und muss entsprechend den Anforderungen dimensioniert werden. Sicherheitsglas nach EN 356 kann gezielte Durchbruchversuche verzögern oder verhindern. Allerdings entfaltet auch die beste Verglasung ihre Wirkung nur dann vollständig, wenn sie fachgerecht in ein entsprechend ausgelegtes Rahmensystem integriert ist.
Ausschlaggebend ist somit stets das geprüfte Gesamtsystem im Sinne der DIN EN 1627. Die Widerstandsklasse bezieht sich nie auf einzelne Komponenten, sondern auf deren Zusammenwirken – einschließlich der Verbindungsmittel und der Einbausituation.
Für die Planung bedeutet dies: Die Betrachtung isolierter Bauteile greift zu kurz. Erst durch eine systemische Abstimmung von Rahmen, Beschlägen und Verglasung lässt sich sicherstellen, dass die geforderte Schutzwirkung nicht nur theoretisch besteht, sondern auch unter realen Bedingungen zuverlässig erreicht wird.
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